Platte Reifen – was tun...

Ihr erinnert Euch: wir waren auf Safari. Da habe ich etwas gelernt, was mir bisher nicht im Traum in den Sinn gekommen wäre: Man kann Autoreifen selbst so gut flicken, dass man damit noch Hunderte km weiterfahren kann. Tut man das heutzutage in der reichen Schweiz auch, oder zieht man gleich einen neuen Reifen auf? Benjamin hatte einen Platten, 200m von unserem Camp weg, Gottseidank! Wir haben wieder ein bisschen gepumpt, mit meiner tollen elektrischen Radpumpe, die mir Pauli vor 2 Jahren geschenkt hat: man steckt sie im Zigaretten-Anzünder an, startet den Motor und kann in aller Seeelenruhe alles aufpumpen, was man so gerade aufpumpen will, ganz ohne Handarbeit – toll! Wir fuhren dann noch bis zu den Zelten. Dann wurde beraten, was zu tun sei. Maurice hat mal ein Flick-Set gekauft: da hat es 5 kleine „Würstchen“ drin, die sehen aus wie diese dünnen, runden Snack-Landjäger, ausserdem ein spezieller Kleber. Wir wussten nicht, dass man nun auch noch ein Set mit 2 Werkzeugen hätte kaufen müssen: eine Art Zapfenzieher zum Vergrössern des Loches und eine Art Schraubenzieher mit einem bei Zug sich öffnenden „Nadelöhr“. Benjamin war stolzer Besitzer dieses Werkzeugsets, aber er hatte keinen Leim und seine Würstchen waren vertrocknet. Zusammen aber hatten wir alles: Also: zuerst macht man das Loch grösser (das fühlt sich eher falsch an, braucht etwas Überwindung). Dann wird das Würstchen in das Nadelöhr eingeführt und mit Leim beschmiert und in ins Loch gestopft Das Loch war aber zu gross, weshalb die beiden Männer noch ein zweites Würstchen hineingestopft haben. Sie dachten, das sei wohl nicht so vorgesehen und halte dann nicht wirklich Der Reifen wurde wieder mit meiner Wunder-Pumpe aufgepumpt. Am Morgen sah der Reifen immer noch tiptop aus. Benjamin konnte damit die Safari zu Ende fahren (auf Staub- und Schotterstrassen) und kam auch bestens mit seiner Familie die 400 km heim nach Mpanshya. Wahrscheinlich hält der Pneu noch weitere 3 Jahre! PS: Die japanische Familie im Zelt neben uns kam auch mit einem Platten an. Benjamin und Maurice waren in bester Reifen-Flick-Form und haben auch dort beste Arbeit geleistet.

16.7.17 17:39, kommentieren

Ausspannen & kleine Freunde ...

Wir brauchten wieder mal etwas Entspannung und durften mit Benjamin Furrer, seiner Frau Irene und dem kleinen Nathaniel in den Kafue National Park auf Safari. Wir sind mit unserem eigenen Auto gefahren, da wir gezeltet haben (obwohl es nachts auf 4-5 Grad abgekühlt hat – es war schon eine Herausforderung temparaturmässig!). Wir haben an wunderschönen Plätzen gecampt, hier im Kasabuhi Camp am Kafue River: Wir haben auch sehr gut gegessen: z.B. Kafue-Breams auf dem Feuer grilliert. Landschaftlich war die Reise wunderschön. Die Baobabs sind riesig und hier Maurice mit „unserem“ Baobab in den Nanzhilla Plains: Wir haben nicht so viele Vierbeiner gesehen, denn der Park ist riesig (etwa halb so gross wie die Schweiz) und die Tiere verteilen sich noch im Park, da es noch überall etwas Wasser und genug Futter gibt. Aber wir haben neue Tiere entdeckt, z.B. das „Lichtenstein’s Hartebeest“, eine wunderschöne, sehr grosse Antilope: Auch Gnu’s haben wir hier zum ersten mal gesehen. Am Fluss und am Ithezi-Thezi-Stausee haben wir die Vogelvielfalt bewundert: Nathaniel kennt schon fast alle Tiere beim richtigen Namen und auch er „beobachtet“ gern: Ausser Nathaniel haben wir noch eine weitere Bekanntschaft mit einem Kleinkind gemacht: Im Nanzhilla Camp wird ein kleines Warzenschwein aufgezogen. Seine Mutter ist getötet worden, seine Geschwister haben alle nicht überlebt, doch dieser kleine Bursche, ca. 2 Wochen alt, der hat wohl Chancen: er wird warmgehalten - sog. „Warthog-Kangarooing“ es adoptiert gleich jeden als Familie und läuft ihm nach es wird viel gestreichelt und mit Soja-Milch gefüttert: jemand steckt ihm den Finger in den Mund zum Saugen und jemand anderes tröpfelt die Milch aus der Spritze in seinen Mund Natürlich kann das Schweinchen nicht im Camp bleiben, denn irgendwann wird es ein ausgewachsener Eber sein, und das kommt dann bei den Gästen wohl nicht mehr so gut an! Deshalb wurde bei den Wildlife Authorities um die Bewilligung angesucht, das Schweinchen im Elefant Orphanage unter zu bringen – hoffentlich klappt es!

16.7.17 11:28, kommentieren