Tankrevision ...

Aus unseren Wasserhähnen kam das Wasser zunehmend bräunlich. Das ist nicht weiter schlimm, aber etwas störend fürs Auge. Schon lange war ich „im Gespräch“ mit Brian vom TCM wegen einer Tankreinigung. Nun, nach etwa 2 Jahren immer mal wieder daran erinnern und den Gedanken Fuss fassen lassen ist dieser Auftrag in die Planung des TCM eingeflossen: Heute Samstagmorgen um 6 wollten die Jungs das Projekt an die Hand nehmen. Maurice und ich waren sehr früh auf, da wir nicht wussten, wie lange wir kein fliessendes Wasser haben würden: also noch duschen und Haare waschen, alle Kübel, auch die von Mulele ausgeorgten, mit Wasser füllen und ausgiebig den Garten giessen. Tatsächlich schlichen sich die TCM’ler so um 6.15 langsam an und dann gings auch schon los. Unser Tank steht am Rande des Fussballplatzes der Kirchgemeinde, so zwischen TCM und unserem Haus auf einem hohen Backsteinturm. Darüber sind die Solarpanelen für die Wasserpumpe installiert. Trotz intensivem Wasserverbrauch gestern Abend und heute Morgen war noch Wasser im Tank, das ausgelassen werden musste. Dann konnte man die Schlammschicht im Tankinneren gut erkennen: Lehrling Abel, ein offensichtlich furchtloser junger Mann, ist dann in den Tank gestiegen Maurice, der Fotograph, und Martin haben Abel (Foto Mitte, man sieht nur seine Hand) moralisch gut unterstützt. Brian und ich haben derweil von unten gute Ratschläge erteilt. Dann ist der coole Samuel hochgestiegen. Seine Aufgabe bestand im Ausleeren des Schlammes aus dem Kübel, den Abel ihm immer wieder aus dem Tank heraus übergeben hat. Samuel nimmt seine Aufgabe ernst und hat mit viel Schwung und Enthusiasmus den Schlamm rundherum verteilt Danach wurden die Tankwände und der Boden mit Wasser und Bürste gereinigt. Dann blieb nur noch die Pumpe zum Abspülen und voilà: wir haben wieder sauberes Wasser. Gut gemacht Jungs! Was jetzt noch fehlt ist das Säubern der Leitungen. Brian hat es für November versprochen – wir werden sehen, Fortsetzung folgt!

14.10.17 14:16, kommentieren

Heiss ...

Lang ist der letzte Blog her. Da hatten wir auf den Fotos noch Faserpelz und lange Hosen an und ich habe unsere beiden Haustiere um ihr Fell beneidet. Inzwischen hatten wir viel lieben Besuch hier und waren selbst 3 Wochen in Namibia in den Ferien. Schon bei der Rückfahrt wurde es heiss im Caprivistreifen: 40 Grad! Hier in Mpanshya ist es auch so heiss und nachts kühlt es auch nicht mehr wirklich ab - Roland und Irene Wormser, unsere letzten Besucher, können ein Lied davon singen! Findus legt sich so flach wie möglich auf den noch etwas kühleren Betonboden im Haus oder klebt sich in längster Länge (möglich viel Oberfläche, wo ein allfälliges Lüftchen darüberstreichen könnte) auf die Steinplatten: Unser Solarkühlschrank läuft im Dauerbetrieb, d.h. er kühlt 24h jeden Tag. Das ist kein Problem, wenn TCM am arbeiten ist und den Generator laufen lässt, dann werden unsere Solarbatterien mit aufgeladen und dann reicht es auch nachts gerade so (Haare föhnen morgens fällt dann allerdings aus, das verkraftet das Solarsystem nicht mehr). Gestern Samstag hat TCM natürlich nicht gearbeitet. Unser Solarkühlschrank kühlte unentwegt und unser Energiesystem war "not amused": Der Inverter hat ebenso dauerhaft rot geblinkt (nicht gut) und die Batterien waren eigentlich fast dauerleer. Da kam mir in den Sinn, dass ich das auch schon erlebt habe hier: dann habe ich den Inhalt des Solarkühlschranks in den Gaskühlschrank gefüllt und den Solarkühlschrank abgestellt. Das geht wunderbar, wenn man nur einen Ein-Personenhaushalt hat. Bei zwei Personen geht es auch, das sieht dann so aus: Der Rotwein bleibt bei 40 Grad, was Maurice mir versichert, sei nicht so fein; kalter Tee ade, auch dieser bleibt im abgestellten Solarkühlschrank bei 40. Alle Getränke sind Zimmertemperatur, nur 1 Büchse Bier darf im Gaskühlschrank frieren. Dieser ist komplett vollgestopft. Das ist die Krux mit der Solarenergie: Wenns kalt ist hat es nicht viel warmes Wasser, wenns heiss ist hat es sehr viel heisses Wasser, das dann aber niemand braucht. Wenns kalt ist reicht der Solarstrom zum kühlen, wenns heiss ist, dann trinkt man warme Getränke - so ist das eben, wenn man die Solaranlage nicht auf die Spitzenzeiten ausgerichtet hat. Auch der Garten leidet etwas, denn wir giessen nur gerade die Töpfe und die jungen Granadilla- und Papaya-Pflänzchen, deshalb gleicht unser Garten etwas der namibischen Wüste Ich habe so viel geklagt übers Frieren die letzten paar Monate, da habe ich beschlossen, ich beklage mich nicht über die Hitze, ich wollte ja nach Afrika, selbst schuld! Aber ich bin jetzt sehr froh, dass ich keinen Pelz habe - Der da, der lebt noch, keine Sorge, er hat nur etwas heiss:

8.10.17 12:52, kommentieren