1. Mai ...

Am 1. Mai war ich mit unserem Besuch, Peter & Karin aus St.Gallen, in Mulele. Wir haben uns gerade mit Peter & Patrick intensiv über organische Landwirtschaft unterhalten, da plötzlich war draussen etwas los: Der 1.Mai-Umzug hat sich auf der Strasse, genau vor Mulele, formiert. Das diesjährige Thema war: „Sichern von Arbeitsplätzen für sozial und ökonomisch nachhaltige Entwicklung“. Dem ist eigentlich nichts entgegenzusetzen, höchstens noch ein bisschen zuzufügen: In unserer Gegend sind Arbeitsplätze sehr rar, was die Bevölkerung auf und unter dem Existenzminimum festhält. Mehr und vor allem sichere Arbeitsplätze wären ein Segen. Die Gründe für das Fehlen von Arbeitsplätzen sind vielfältig: Sambia’s Wirtschaft ist nur auf Export von Rohstoffen (Kupfer) ausgerichtet, eine verarbeitende Industrie fehlt komplett, der Bildungsstand der ländlichen Bevölkerung ist gering, ihr Einkommen zu klein, um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen – ein Teufelskreis! Sichere Einkommensquellen fördern die wirtschaftliche Entwicklung einer Gegend, sind aber nicht einfach zu erschliessen. Der Ruf nach Arbeitsplätzen ist also gut nachvollziehbar. Nur, wie überall, reicht der Ruf danach nicht: der Staat müsste eine wirtschaftsfreundlichere Ordnung schaffen, und damit meine ich nicht freundlicher den multinationalen Grosskonzernen gegenüber, sondern eine Ordnung, die Kleingewerbe, Kleinunternehmer und Kleinfarmer fördert. Es brauchte ein Rechtssystem, das diesen Namen verdient und eine Regierung und Staatsangestellte, die das Wohl ihrer Bürger im Fokus haben. Auch auf globaler Ebene brauchte es viele Veränderungen in wirtschaftlicher Hinsicht, so dass Länder wie Sambia eine Chance hätten. Solange die Macht und die Ressourcen international und national so ungleich verteilt sind, wird es wohl schwierig mit nachhaltigen, anständigen Arbeitsplätzen im Rufunsa Distrikt. Die District Commisioner Mrs. Chama eröffnet den Marsch: Lasst Euch nicht entmutigen!

21.5.17 18:28, kommentieren

Konstriktionszeichnen ...

Ich bin beim TCM aus dem Auto gestiegen und wollte Brian etwas fragen. Er war aber gerade sehr beschäftigt: Moses und Willi hatten Fragen zur Konstruktion eines Möbelstücks. Brian hat ihnen kurzerhand eine Konstruktionszeichnung gemacht: Aha, so geht das: Und ich habe gelernt: Es muss nicht immer Papier und Bleistift sein!

7.5.17 22:45, kommentieren