Ein Geburtstagsgeschenk ...

Am 15. Februar habe ich meinen Geburtstag mit einem kleinen Fest bei uns auf der Veranda gefeiert. Wir waren etwa 15 Leute, Maurice hat gegrillt, dazu gab es Salate, Mulele Brot und zum Schluss Geburtstagstorte, natürlich eine auch aus Mulele, die andere hat Michael gebacken – eine Mandel-Torte, sehr lecker! Peter Musambachime, Patrick Kashimbo und Priscilla haben mir zusammen zum Geburtstag einen Hahn geschenkt. Er lebe bei Peter zuhause und ich könne ihn jederzeit haben. Gute Idee, aber ich weiss nicht, wie ich einen lebendigen Dorf-Hahn (sogenanntes Village chicken) zubereiten soll. Wir haben also mit Patricia, der Köchin von Mulele ausgemacht, dass sie mir das zeigt und haben gewartet, bis Tina und Miriam hier waren, denn zu zweit isst man ja kein ganzes Huhn. Morgens hat Peter den Hahn in einer Schachtel nach Mulele mitgenommen: Er wurde ausgepackt und begutachtet – ein wunderprächtiges Exemplar, auf den Peter wirklich stolz sein kann: Dann hat young Peter (Peter Banda, einer unserer Gärtner) ihm mit dem Küchenmesser den Garaus gemacht (das muss halt auch sein, wenn man Huhn essen will!): Patricia hat ihn dann mit kochendem Wasser übergossen, damit sie ihn von den Federn befreien konnte: Er wurde fachgerecht geputzt und in handliche Stücke zerlegt: Man bemerke, dass hier auch die Füsse als Delikatesse gelten! Tina und Miriam haben in der Bäckerei mitgeholfen an diesem Morgen und den Hahn-Prozess fotografisch festgehalten: Am Schluss hat es dann beim Mittagessen für uns vier und alle Mitarbeiter ein gutes Stück Village-Rooster gegeben, auch sehr lecker! Und ich habe beschlossen, weiterhin auf die Zubereitung von Village Chicken zu verzichten: Die einheimischen Damen können das einfach besser!

7.5.17 21:43, kommentieren

Open-Air-Messe ...

Heute sind wir in die Kirche gegangen zur Messe. Schnell stellte sich heraus, dass dieser Anlass diesmal draussen stattfindet, also haben wir schnell die Stühle von unserer Veranda geholt, denn wir wohnen ja auf dem Pfarrgelände: Viele Kirchgänger brachten Stühle oder Bänke von irgendwo her, viele sassen aber auch auf dem Boden, auf Bastmatten oder Chitenges (den Stofftüchern, die man zum Anziehen, zum Kinder tragen oder eben zum draufsitzen brauchen kann. Auf dem Pfarrgelände hat es einen Unterstand, der heute als Altarraum diente: Das grüne Plastikbecken wurde als Taufbecken benutzt, wie sich im Laufe der Messe herausstellte. Es wurden 3 Kinder und zwei Erwachsene getauft: Und weil eine Taufe ein Freudenfest ist wurde ausgiebig gesungen und getanzt: Gottesdienste hier in Sambia sind immer sehr lebendig, ein Gemeinschaftsereignis und die Kinder sind in grosser Zahl immer mit dabei: Foto Dies ist eines von Priscillas Grosskindern: Priscilla ist eine stolze Grossmutter, zu Recht, oder? PS: Jeden Sonntag beschenkt eine andere Gruppierung der Gemeinde den Pfarrer. Meist gibt es ein paar Couverts mit etwas Geld, dazu Eier, Zucker, eine Harasse Fanta etc. Heute war eine der Gaben für Father Michael eine lebendige Ziege!

7.5.17 22:30, kommentieren