Frühling ...

Der Frühling zieht hier in Sambia sofort mit hohen Temperaturen ein: die letzten vier Wochen hat das Thermometer auf meiner Veranda am Nachmittag im Schatten immer 39 Grad angezeigt. Gestern waren's 41 Grad und dazu wehte zum Teil ein heisser, trockener Wind. Frühmorgens, so um 4 Uhr fällt die Temperatur vielleicht auf 30 Grad, um 8.00 sinds schon wieder 32, schnell zunehmend! Kein Regen ist gefallen seit April; meinen Regen-Knirps habe ich in einen Sonnenschirm umfunktioniert: Ich gehe also zur Arbeit oder einkaufen wie die englischen Damen in alten Filmen, mit Sonnenschirm, aber nicht wegen des weissen Teints, sondern um keinen Sonnenstich zu bekommen. Oft weht ein trockener Wind: Staub und Sand werden rumgewirblet und setzen sich überall ab: auf den Möbeln auf der Veranda, im Haus auf jeder Fläche, Alex, mein Hund, stäubt, wenn ich ihn knuddle und putzen macht generell keinen Spass und auch nicht viel Sinn. Schlafen nachts ist eine Herausforderung, speziell wenn man, wie ich, noch Walllungen hat: Ich wache auf, pitschnass, und warte darauf, dass die Feuchtigkeit verdunstet, was mich herunterkühlt und wieder einschlafen lässt. Und sollte mal gerade keine Wallung kommen zur rechten Zeit, dann stehe ich kurz unter die Dusche und falle, auch pitschnass, wieder ins Bett zum abkühlen. Ich habe erst hier verstanden, wie gut die Natur eingerichtet ist, und was für eine wichtige Funktion das Schwitzen hat. Das absolut Erstaunlichste für mich ist: woher nehmen die Bäume die Feuchtigkeit und die Nährstoffe, um gerade jetzt flott drauflos zu blühen? Flamboyant , Frangipani und anderes Gesträuch und sogar Früchte zu machen? . Es ist mir ein Rätsel, aber ich geniesse es: visuell und kulinarisch.

16.10.15 21:16

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