Ein regnerischer Samstag ...

Ihr denkt, es sei immer spannend, aufregend, neu bei uns. Das ist oft so, aber es gibt durchaus immer mal wieder "lazy days". So einer ist heute Samstag: Es regnet viel und ausgiebig hier in Mpanshya. Ich sitze etwas lustlos auf dem Sofa auf der Veranda, schaue in den Regen hinaus und wünsche mir Sonnenschein. Das darf ich nicht laut äussern, denn hier sind wir ja froh um viel Regen, damit der Mais brav wächst. Aber noch jemand findet dieses Wetter zu kalt und zu nass: Findus sucht schon den ganzen Morgen immer ein warmes, weiches Plätzchen zum Liegen, Schnurren und Schlafen. Nach dem Regen gehe ich in den Garten, denn er ist so schön grün und alle Pflanzen sind nass. Die Blumen in meinem Garten und die Sonnenblumen im Nachbarsfeld blühen und mein Mais ist hoch und grün. Allerdings ist er nicht so stark, wie er sein sollte. Die Erde in unserem Garten ist zu sandig und es hat zu viel Schatten. Ich glaube nicht, dass die Ernte gross sein wird, aber den einen oder anderen Maiskolben (noch im Wachtum) habe ich entdecken können: Es ist nicht schlecht, mal selbst zu erleben, wie es ist, wenn man nichts oder wenig ernten kann trotz viel Arbeit (bei mir allerdings nicht meine Arbeit, sondern die meines Gärtners Kasonde). Auch die Mundambi wachsen schön und ich hoffe auf viele Blüten und Früchte, denn das gibt ganz tolle Confitüre: dunkelrot mit einem säuerlichen Geschmack, ein bisschen wie Rhabarber: Nach meinem Entdeckungsrundgang im Garten schaue ich zu meinem Quark: Ich habe von einem Besucher aus Australien ein einfaches Quarkrezept erhalten: 1 Liter Milch mit 1-2 dl Zitronensaft mischen und bei mehr als 23 Grad (hier kein Problem) 48h stehen lassen. Danach über Nacht durch ein Tuch abtropfen lassen - und fertig. Das versuche ich gerade, denn wenn ich Quark herstellen könnte, dann könnten die Mädels in der Bäckerei das auch und das gäbe wunderbaren Cheesecake, so meine Hoffnung - mal sehen wie es sich entwickelt! Nun bin ich schon wieder müde, aber oha, mein Sofa ist besetzt: Nach dem Mittagschlaf in der Hängematte und einem schönen, langen Skype mit Julia gehen Maurice und ich zu Benjamin Furrers Bauernhof Milch holen Es donnert in der Ferne, der Himmel ist dunkelgrau, aber wir haben Glück und kommen trockenen Fusses wieder nach Hause. Abends dann kurz nach Sonnenuntergang, beim Gemüseschnetzeln in der Küche, erstrahlt der Himmel plötzlich in den schönsten Farben. Und das wars auch schon an diesem nass-kalten Regentag in Mpanshya - Maurice und ich fallen um 21h schon die Augen zu über unseren Büchern - also "Gute Nacht"!

5.3.17 17:01

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