Man muss einfach praktisch sein ...

Wie viele von Euch die letzten paar Wochen selbst erfahren haben: unsere Internetverbindung war total lausig. Letztes Jahr war noch alles bestens, aber seit Anfang Regenzeit konnten wir nur selten skypen, emails rauszuschicken dauerte Ewigkeiten und eine Internetrecherche hat den letzten Nerv gekostet. Erst dachte ich, das liege an der hohen Luftfeuchtigkeit und den Gewittern der Regenzeit. Doch die Regenzeit ging vorbei und die Verbindung blieb katastrophal. Leider hat es hier in Mpanshya nur einen Internet-Provider, MTN, und das ist, gelinde ausgedrückt, ein Saftladen. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass in Mulele die Verbindung besser ist – ob das wohl daran liegt, dass Mulele ein paar Meter höher liegt als unser Haus, das in einer Senke liegt? Nachdem ich ein paar Mal mit Compi und Router nach Mulele gepilgert bin zum skypen haben wir beschlossen, etwas auszuprobieren: Maurice und ich haben alle vorhandenen Verbindungskabel aneinandergereiht und den Router an einen Ast unseres grossen Flamboyant - Baumes über dem Dach gehängt, Weil es morgens noch Tau hat mussten wir alle Kabelübergänge und den Router gut in Plastiksäcke einpacken: Es hat geklappt: eine wunderbare 3G-Verbindung! Wir haben es eine Woche ausprobiert und es war, bis auf ein paar 2G-Aussetzer, ein prächtiges Arbeiten! Natürlich haben wir überlegt, wie wir nun den Router über unserem Dach regen- und windsicher einrichten könnten. Ich habe einen gelben Kochöl-Kübel aus Mulele organisiert, eine Zeichnung unserer Idee gemacht und diese mit John aus dem TCM (ein wirklich fixes Bürschchen und sehr zuverlässig!) ausgiebig besprochen. Er hat mir die Vorrichtung bis Freitag angefertigt und Maurice hat aus Lusaka noch die notwendigen Kabelmeter mitgebracht. Nun hängt unser Router, gut in einen stabilen Plastiksack eingepackt, im umgekehrten Kochöl-Kübel, welchen an eine Stange befestigt ist, welche wiederum an der Küchen- Aussenwand angeschraubt ist. Und wir sind so glücklich: wir sind wieder mit der Welt vebunden, juhui! (auch Blog schreiben ist viel weniger zeitraubend!)--------------------------------------------------------------------------PS: Niemand ist zu klein, sein Geschwisterchen zu tragen, wenn Mama den schweren Schubkarren voll Wasserkanister nach Hause stossen muss (Mulele hat Wasser, viele Familien haben ausgetrocknete Brunnen. Deshalb kommen jeden Tag Menschen zum Wasser holen zu uns nach Mulele):

21.5.17 19:02

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Ursula (5.6.17 09:21)
Hallo Lis und Maurice, gut gedacht und clever gemacht! Ähnlicher Effekt wie bei Reinhard, der ein paar Bäume hinter dem Gemüsegarten fällen musste, weil sie "ins Internet" gewachsen waren... (<: Liebe Grüssse aus der Schweiz, Ursula

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