Annäherungen an die einheimische Kultur ...

Pauli hat natürlich überall mitgeholfen, wo Not am Mann war. So auch bei der kaputten Wasserpumpe im Brunnen von Mulele. Nun braucht ein Handwerker natürlich Werkzeuge. Der Weg vom Auto zum Brunnen ist lang und in dieser Jahreszeit heiss, so dass man möglichst alles aufs mal transportiert. Aber wie, wenn es drei Hände bräuchte und man nur zwei hat? Einfach ganz sambisch: Julia war ja auch eine Woche hier: ich habe es enorm genossen, sie mal ganz für mich alleine zu haben, viel aus ihrem Leben zu erfahren, was ich verpasst habe und ihr meine "Welt" zeigen zu dürfen. Da durfte auch ein sambisches Mittagsmahl bei Amai Ruth nicht fehlen. Nur diesmal hiess es: Amai Lis und Julia - Ihr lernt jetzt Nshima (das hiesige Grundnahrungsmittel, ein Maisbrei) kochen! Das haben wir dann auch getan: zu viert in der Küche (Ruth und ihre Tochter Sharon, Julia und ich) haben wir viel gelacht. Ruth hat zuerst Feuer gemacht dann wurde Wasser aufgesetzt uns als es kochte eine kleinere Menge Maismehrl hineiengeschüttet - Ruth hat gerührt Nach einer Weile wurde nach und nach mehr Maismehl dazugegeben, da hat dann Julia und nachher Sharon gerührt Als das Nshima schon ziemlich dickflüssig und schwer zu rühren war, da "durfte" ich dann übernehmen und noch mehr dazu tun: Wieso kriege immer ich "das dicke Ende"? Das Gemüse dazu (Kürbisblätter mit Erdnüssen - ganz lecker!) hatte Ruth schon vorbereitet. Nach der Mahlzeit haben wir einen Verdauungs-Spaziergang zu Ruth's Feldern gemacht. Sie hat Julia erklärt, was sie angebaut hat: Baumwolle und was sie anbauen will dieses Jahr und mit welchen Problemen sie kämpft (zuwenig Wasser, kein Geld für Dünger, Affen, die die Feldfrüchte fressen). Am Schluss sind wir nochmals alle zusammengesessen, auch Ruth's Mutter und Schwester waren da und jede Menge Kinder - ein ganz schöner Nachmittag!

30.9.16 14:36

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